Mea on tour

Thursday, May 30, 2002

3

Mea war außer sich vor Freude. Gerade war sie aufgewacht und hatte erkannt, daß heute Feiertag war. Wie sie diese Tage liebte! Keine Schule, den ganzen Tag nur faulenzen und keiner konnte sie in irgendwelche Geschäfte zum Anprobieren zerren. Auch das Wetter spielte an diesem Tag mit. Als sie die Augen öffnete konnte sie schon die warmen Sonnenstrahlen auf ihrer Haut spüren.
Unten in der Küche warteten schon ihre Mutter und ihr Bruder auf sie. Der Tisch war gedeckt mit frisch gebackenen Croissants und einer Tasse kalten Erdbeerkakao.
War dies ein Traum? Unauffällig kniff sie sich in den Arm, doch es war kein Traum.
So sollte der Tag, ihrer Meinung nach, immer beginnen.
Beim Frühstück erzählte ihre Mutter ihr, daß sie nachher essen gehen würden. Auch der Fernseher war wieder heil. Sofort raste sie zur Glotze, um zu sehen, ob dies die Wahrheit war. Und tatsächlich! Er funktionierte mit allen Programmen, in allen Lautstärken.
Ein toller Tag!


Oh, nein! Nicht schon wieder Montag! Mea haßte, wie jeder wußte, Montage wie die Pest: Andrea, Lilli, Justin, Hausaufgaben, ...
Mea wachte auf und hoffte nur, daß sie immer noch träumte. Wieder rief ihr ihre Mutter, von unten zu, sie sollte endlich aufstehen. Doch Mea hörte einfach darüber hinweg. Die Haustür wurde von ihrer Mutter zugeschlagen. Nun war Mea allein.
Was war das? Das Telefon klingelte. Aber wer ruft denn um zehn nach sieben bei uns an, fragte sich Mea verwundert. Sie lief nach unten und hob den Hörer ab.
„Mea am Apparat!“, begrüßte sie den Anrufer etwas unfreundlich.
„Bist du’s?“, meldete eine schwache Stimme am anderem Ende. Diese Stimme erkannte Mea sofort.
„Shera! Was ist los?“, fragte Mea sie etwas baff.
„Ich kann heut‘ nicht zur Schule kommen!“, sagte Shera etwas schwächelnd.
„Wieso? Bist du krank?“
„Ja, könnte man so sagen. Ich hab‘ die ganze Nacht mich übergeben müssen. Auch schon gestern auf der Rücktour“, erklärte sie der etwas traurigen Mea.
„Ich besorg dir deine Hausaufgaben! Sieh du mal zu, daß du mir wieder gesund wirst!“, meinte Mea bestimmend und wußte schon direkt, wie sie dies anstellen würde.
„Hey, danke! Ich mach dann mal Schluß. Ciao“, verabschiedete Shera sich dankbar bei Mea, die darauf nur erwiderte: „Nichts zu danken. Ciao“
Und sie legte auf.
Als Mea ankam, wartete schon Jeanne auf sie. Sie empfing sie mit einem willkommenden Lächeln und winkte ihr kurz zu.
„Wo ist denn Shera?“, fragte sie Jeanne, nachdem sie sich kurz umgesehen hatte, „hat sie frei?“
„Nein, sie ist krank und bleibt heute mal einen Tag zu Hause, um sich auszukurieren“, erklärte Mea. Jeanne nickte verständnisvoll und blickte kurz auf den Boden. Mea kam es eher vor, daß jemand gestorben sei, als daß jemand krank war.
Da kam auch schon Jan angetrottet. Natürlich fragte auch er, wo Shera sei. Nachdem Mea ihm die Sache erklärt hatte, fragte sie ihn auch um Hilfe wegen Shera’s Hausaufgaben. Er willigte ein, um ihr zu helfen und verschwand dann trauernd bei den Jungs seiner Klasse.
An diesem Tag verfolgte Mea das Glück sowieso kaum. Sie hatte zwar Sport (5. und 6. Stunde) frei, doch hatte sie ihren Schlüssel vergessen und eilte so eine halbe Stunde lang durch die Stadt, um ihre Mutter zu finden.
„Mea, hättest du Zeit an diesem Konzert zu singen?“, fragte sie ihre Gesangslehrerin , „Wir wollen, daß du die Titelmusik singst.“
Was? Mea sollte den Titelsong eines Konzerts singen? Es war zwar nur ein Kinderkonzert der Musikschule, doch immerhin ein Anfang. Gerne hätte sie Ja gesagt, doch sie war sich nicht ganz sicher, ob sie an dem Zeit hatte.
„Also, ich würde gerne, aber ich müßte da zuerst einmal meine Mutter fragen!“, meinte Mea vertieft in die Noten ihres Stückes. „Es wäre toll, wenn du Zeit hättest! Frau Stober selbst hat dich vorgeschlagen“, meinte die Lehrerin freundlich. Eigentlich konnte Mea jetzt schon gar nicht mehr ablehnen. Frau Stober war ihre Chorleiterin und immer sehr angestrengt um Mea’s Glück.
„Du wolltest doch ein paar Noten mitbringen, oder?“, änderte nun Frau Paulus das Thema. Nervös ging Mea zu ihrer Tasche. Sie hatte ihren absoluten Liebling, Mariah Carey, mitgebracht. Doch sie wußte nicht, wie es bei Frau Paulus ankommen würde. Vielleicht würde sie sie für eine miese Angeberin halten.
Da hatte sich Mea aber ziemlich geirrt. „Oh, Mariah Carey! Ja, eine wahnsinnige Stimme“, meinte die Lehrerin ganz begeistert von Mea’s Geschmack.
Sie kopierte sich noch schnell die Noten von Mea’s Lieblingsstück, weil sie von dieser Einlage ihrer Schülerin ganz entzückt war.
Eigentlich wollte Mea es heute im Chor vorsingen, doch da proben für das Konzert diesen Monat waren, verschob es Frau Stober kurzfristig.Mea dachte sich aber nur: „Lilli, dir wird noch das Staunen vergehen!“

5 Comments:

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